Wilde News


Klingt wie ein Gegensatz, ist aber keiner: Wildnis ist fast überall möglich. Zieht sich der Mensch zurück, übernimmt die Natur das Steuer – und das selbst mitten in einer Großstadt. Was entsteht, sind ungewöhnliche Bilder der Stadtlandschaft.

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Wildnis in der Stadt?!

Geht das überhaupt?


Mut zur Wildnis

Drei Städte zeigen ihre wilde Seite

Die Einwohnerzahlen in Frankfurt am Main steigen rasant, in ­Dessau-­Roßlau sinken sie – Hannover liegt in der Einwohnerent-wicklung etwa dazwischen. Drei sehr unterschiedliche Städte lassen von 2016 bis 2021 im Projekt "Städte wagen Wildnis" ausgewählte urbane Flächen „verwildern“.

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Wenn sich Natur wieder wild entwickeln darf, entsteht dabei viel Unerwartetes. Unsere Flächen werden ökologisch & sozialwissenschaftlich untersucht, um so herauszufinden, wie sich die Wildnis entwickelt und was das mit uns Menschen macht.

Wilde Forschung

Was passiert in der neuen Wildnis?


WILDER BLOG

Wildnisbewohner des Monats November

25. Oktober 2018, Pia Ditscher - Hannover

Der Schöne mit den blauen Augen

 

Unser Wildnisbewohner des Monats November hat ein unverwechselbares Erscheinungsbild: Die großen „Augenflecken“ auf seinen Flügeln geben ihm seinen Namen, sind aber auch sehr nützlich: Denn wenn das Tagpfauenauge Feinde abwehren möchte, klappt es seine Flügel plötzlich auf und „erschreckt“ den potentiellen Fressfeind durch das Erscheinen der großen „Augen“. Das Tagpfauenauge mag wohl eher ein typischer Sommerbewohner der Wildnis sein – aber man kann den schönen Falter das ganze Jahr über antreffen. Die Falter überwintern gerne in Höhlen, Kellern oder auf Dachböden und fliegen bei wärmeren Temperaturen zur Nahrungssuche aus. Im Frühjahr steuern sie dann die ersten Blüten an, zum Beispiel von der Sal-Weide, dem Weißdorn oder von Löwenzahn. Am liebsten besuchen sie allerdings violette Blüten wie Astern, Fetthenne oder Rotklee. Auch Fallobst fressen die Falter gerne, während die Raupen sich fast ausschließlich von Brennnesseln an sonnigen, aber luftfeuchten Standorten ernähren. Der schöne Schmetterling kommt überall im Offenland vor, auch an Waldrändern und in Städten ist er häufig anzutreffen.  

Wenn sich ein Tagpfauenauge nach dem Sommer zum Überwintern in Häuser oder Wohnungen „verirrt“, ist das nicht gut für ihn – denn es ist dort viel zu warm und er kommt nicht ausreichend zur Ruhe, um Energie zu sparen und dann im folgenden Frühjahr noch Nachkommen zu zeugen. Tatsächlich kann es helfen, den Schmetterling vorübergehend einzufangen und in den Kühlschrank zu bringen, bis er sich beruhigt hat, um dann ein angemessenes kühles Überwinterungsquartier für ihn zu finden. Den Falter zu füttern, wäre hingegen kontraproduktiv. Weitere Infos, wie man einem verirrten Taupfauenauge im Winter gute Hilfe leisten kann, gibt es hier: https://www.schmetterlingsforum.de/eb/entry/Berichte/ueberwinternder-schmetterling-in-der-wohnung.html



Aktuelles in der Wildnis



Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.